Autor Thema: Neue Regeln im Fußball  (Gelesen 1008 mal)

Offline Double1982

  • Halbgott
  • ******
  • Themen-Ersteller
  • Beiträge: 1.845
  • Edelschabe und Mitglied
    • Profil anzeigen
Neue Regeln im Fußball
« am: 07. Juni 2019, 20:00 »
Ich verlinke mal das Video vom MDR .. ist ganz schön umfangreich . Gravierend die Abstoßregelung .. ich hoffe Latte nimmt sich das an ..  :rolleyes:


https://www.mdr.de/sport/video-307896_zc-a44cf87d_zs-2013e4cd.html
« Letzte Änderung: 07. Juni 2019, 20:06 von Double1982 »
Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.

Konfuzius

Offline Uller

  • Leutzscher Freundeskreis
  • Spam-TITAN
  • *********
  • Beiträge: 6.909
  • GESPERRT !!!
    • Profil anzeigen

Offline Esca

  • Leutzscher Freundeskreis
  • Spam-TITAN
  • *********
  • Beiträge: 7.232
    • Profil anzeigen
Re: Neue Regeln im Fußball
« Antwort #2 am: 07. Juni 2019, 21:52 »
Jedes Jahr irgend ein neuer Käse damit diese Regelverstümmler ihre Daseinsberechtigung nicht verlieren. Es ist beschämend was diese Hinterzimmerklüngeltruppe aus reiner Profitsucht mit dem Fußball macht. Und das Allerschlimmste ist, die Basis akzeptiert es schweigend. Es ist höchste Zeit das mal alle auf die Barrikaden gehen und sich diesem Regelgekasper widersetzen.
Bis zur Jahrtausendwende wurden die Regeln nur minimal geändert. In den letzten 15 Jahren ist es eine wahre Flut an Änderungen. Irgendwann erkennt man diesen Sport gar nicht mehr wieder.
« Letzte Änderung: 07. Juni 2019, 21:55 von Esca »

Offline Cortex

  • Leitbildguru
  • ****
  • Beiträge: 469
    • Profil anzeigen
Re: Neue Regeln im Fußball
« Antwort #3 am: 08. Juni 2019, 00:12 »
Meinst du mit minimal nur seltene Änderungen? Weil es gab ja durchaus gravierende Änderungen, allen voran die Rückpassregel 1992, mit welcher Pressing eigentlich erst so richtig Sinn ergab und das Spiel deutlich zum besseren geändert hat. Aber auch andere Dinge wurden ja irgendwann mal eingeführt: Golden Goal (1996, gut.. gibt es inzwischen zum Glück nicht mehr), normale Auswechslung von nicht verletzten Spielern gibt es erst seit 1995, wenn ich das richtig sehe. Gelbe / rote Karten wurden irgendwann in den 70ern eingeführt, später dann noch Gelb-Rot. Dann sowas wie die Drei-Punkte-Regel, auch entscheidend, weil es Siege stärker belohnt gegenüber Unentschieden. Abseits wurde auch vor der Jahrtausendwende modifiziert.

Also ja, dass es aktuell / in den letzten Jahren mehr Änderungen gab, stimme ich zu. Damit, dass davon auch nicht alle zum Wohle des Sports sind (Handspiel), gehe ich auch mit. Aber dass es nicht früher auch gravierende Regeländerungen gegeben hat, stimmt so eher nicht. Und ich vermute, damals wurde über die Rückpassregel auch gemeckert (wie über alles) und heute will keiner mehr ein Spiel ohne diese Regel sehen.

Offline Artchi

  • Leutzscher Freundeskreis
  • Gottvater
  • ********
  • Beiträge: 4.421
  • Imperativ Kategorisierer
    • Profil anzeigen
Re: Neue Regeln im Fußball
« Antwort #4 am: 08. Juni 2019, 06:49 »
ich warte ja noch auf die Änderung, die Beckenbauer vor Jahren vorschlug, die Zeitnahme ähnlich dem Handball zu gestalten; dass mit einem Pfiff die Zeit stoppt, und erst bei Wiederanpfiff weiterläuft. Diese Nettospielzeit von 2x30 min sollte etwa der jetzigen Aktivzeit entsprechen und der Bruttozeit ebenfalls nahe kommen. Dann hätten die "Sterbenden Schwan"-Einlagen ein Ende und es wäre auch egal, ob man hinter der Seiten-/ Toraus-Linie unmittelbar einen neuen Ball hat, oder der Hüter in vorgetäuschtem Trab bis zum nächsten Waldesrand laufen muss um die Pille zu holen. Wenn erst die Werbeindustrie und ihre Anuslecker, (also Infantino und Co), auf den Trichter kommen, dass dann ähnlich wie im Handball oder Eishockey bei Unterbrechung ein Blitzspot gesendet werden kann, geht das ganz schnell. :ren
Tradition schießt keine Tore. - Sie stiftet Identität und Heimatgefühl.

Offline Esca

  • Leutzscher Freundeskreis
  • Spam-TITAN
  • *********
  • Beiträge: 7.232
    • Profil anzeigen
Re: Neue Regeln im Fußball
« Antwort #5 am: 08. Juni 2019, 08:37 »
Meinst du mit minimal nur seltene Änderungen? Weil es gab ja durchaus gravierende Änderungen, allen voran die Rückpassregel 1992, mit welcher Pressing eigentlich erst so richtig Sinn ergab und das Spiel deutlich zum besseren geändert hat. Aber auch andere Dinge wurden ja irgendwann mal eingeführt: Golden Goal (1996, gut.. gibt es inzwischen zum Glück nicht mehr), normale Auswechslung von nicht verletzten Spielern gibt es erst seit 1995, wenn ich das richtig sehe. Gelbe / rote Karten wurden irgendwann in den 70ern eingeführt, später dann noch Gelb-Rot. Dann sowas wie die Drei-Punkte-Regel, auch entscheidend, weil es Siege stärker belohnt gegenüber Unentschieden. Abseits wurde auch vor der Jahrtausendwende modifiziert.

Also ja, dass es aktuell / in den letzten Jahren mehr Änderungen gab, stimme ich zu. Damit, dass davon auch nicht alle zum Wohle des Sports sind (Handspiel), gehe ich auch mit. Aber dass es nicht früher auch gravierende Regeländerungen gegeben hat, stimmt so eher nicht. Und ich vermute, damals wurde über die Rückpassregel auch gemeckert (wie über alles) und heute will keiner mehr ein Spiel ohne diese Regel sehen.

Einige Regeländerungen waren durchaus sinnvoll, andere wiederum weniger.
Ich hänge mich persönlich am Videobeweis auf, der mehr zerstört als er bringt. Wembley hätte es unter diesen Bedingungen nie gegeben, Maradonas „Hand Gottes“ auch nicht. Das mögen vielleicht Fehlentscheidungen gewesen sein aber genau das hat den Fußball menschlich gemacht. Darüber redet man noch in 200 Jahren. Heute passiert im Strafraum ein Foul gegen deinen Vereinspieler, der Schiri pfeift zu deiner Freude aber wird danach aus irgendeinem Videokabuff noch daran erinnert das 2 Minuten vorher im anderen Strafraum ebenfalls ein Foul oder Handspiel begangen wurde und es jetzt dort Elfmeter geben muss. Was ist denn das für ein Blödsinn? Da kann mir einer erzählen was er will. Die ruinieren gerade den Fußball. Als nächstes kommt die Drittelung des Spiels (für Werbung) und Auszeiten. Würde mich alles nicht wundern.

Offline Günni

  • OberBOM(sine)
  • ***
  • Beiträge: 167
    • Profil anzeigen
Re: Neue Regeln im Fußball
« Antwort #6 am: 08. Juni 2019, 11:20 »
...Was ist denn das für ein Blödsinn? Da kann mir einer erzählen was er will. Die ruinieren gerade den Fußball. Als nächstes kommt die Drittelung des Spiels (für Werbung) und Auszeiten. Würde mich alles nicht wundern.
Das betrifft dann aber wohl eher den Fussball in den Profiligen...
Da wir sowieso gerade auf dem Trip sind, dass wir die Bewahrer des "richtigen" Fussballs sind, lass sie doch ihren Kommerzscheißfussball ruinieren... :D

Offline Sündenbock

  • Leutzscher Freundeskreis
  • Forenultra
  • *****
  • Beiträge: 566
    • Profil anzeigen
Re: Neue Regeln im Fußball
« Antwort #7 am: 08. Juni 2019, 11:52 »
Ich habe eine etwas andere Sicht auf die Regeländerungen. In diesem Falle erscheinen mir diese nämlich durchaus sinnvoll, einige davon sind Revisionen vergangener Schrottregeln/-änderungen. So dumm oder "fußballzerstörerisch", wie hier einige tun, sind sie jedenfalls nicht.

Meine Ansicht zu den einzelnen Änderungen (nach der verlinkten MDR-Auflistung):

Zitat
Handspiel: Jedes Tor, das mit der Hand oder dem Arm erzielt wird, ist irregulär - ob Absicht vorliegt oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Auch wenn ein Spieler mit der Hand oder dem Arm in Ballbesitz gelangt und sich dadurch einen klaren Vorteil verschafft - also beispielsweise anschließend ein Tor erzielt - soll dies in jedem Fall geahndet werden.

Unabhängig von der Absicht liegt ebenso in der Regel ein Vergehen vor, wenn der Spieler seine Körperfläche unnatürlich vergrößert - etwa bei Armhaltung über Schulterhöhe. Es ist in der Regel kein Handspiel, wenn der Ball vom eigenen Körper oder vom Körper eines anderen Spielers an die Hand oder den Arm springt oder der Spieler sich im Fallen abstützt.

Diese Präzisierungen finde ich allesamt okay. Im Grunde wird es bereits jetzt so praktiziert, seitens Schiris und Spielern. Sind wir mal ehrlich: Kaum einer von uns will doch, dass ein Tor mit der Hand erzielt wird, egal ob beabsichtigt oder nicht. Versetzt euch einfach nur in die Situation, dass im Derby mal so das entscheidende Gegentor fällt. Ich hoffe nur, das führt jetzt nicht dazu, dass die Schiris jede (unabsichtliche) Ballberührung mit der Hand im Mittelfeld automatisch abpfeifen und einen Freistoß verhängen. Aber die Formulierung "klarer Vorteil" sagt schon: Es geht wirklich um entscheidende und nicht um Pillepalle-Situationen.

Ganz wichtig auch nochmal die Unterstreichung, was zuvor nur als Handlungsanweisung im Regelwerk stand: Geht ein Ball von einem Körperteil, das den Ball spielen darf (etwa dem Oberschenkel), an die Hand, so ist dies fortan kein Handspiel mehr. Teilweise gab es da in den letzten Jahren wirklich sehr unglückliche Elfmeterentscheidungen. Insgesamt müssen wir (die Schiris und der Fußball allgemein) wieder mehr dahin zurück, motorisch nachvollziehbare Bewegungen weniger mit Handspiel-Pfiffen zu bestrafen.

Anmerkung meinerseits: Dieses ganze Elend um die Handspiele ist nicht aufgrund von Langeweile des internationalen Regelboards zustande gekommen, sondern in erster Linie wegen der Spieler (bzw. deren Verhaltens) aller Spielklassen. Wenn diese und die Zuschauer halt schon vor Jahrzehnten bei jeder sinnlosen Scheiße "Hand" brüllen, dann führt dies einfach früher oder später zu einer Verschiebung der allgemeinen Wahrnehmung. Das erreicht dann halt auch irgendwann mal die Regelmacher. Vereinfacht gesagt nach dem Motto: "Okay, ihr wollt konsequente Entscheidungen bei Ballberührungen mit der Hand, dann kriegt ihr sie auch." Nun haben wir den Salat.

Zitat
Trainer: In Zukunft können auch Trainer und andere Offizielle genau wie die Spieler mit einer Gelben oder Roten Karte bestraft werden. Kann der Schuldige nicht ausgemacht werden, erhält automatisch der Chef-Trainer die Verwarnung bzw. den Innenraumverweis.

Nicht selten kommen unsportliche Zwischenrufe von der Bank nicht nur aus dem Mund des Trainers, sondern übermotivierter Offizieller. Diese tauchen dann stets schnell ab, "verstecken sich". Mit der Änderung sollte dies nicht mehr so sein, dann ist nämlich der Trainer für "seinen Laden" verantwortlich.

Zitat
Münzwurf: Bislang durfte der Gewinner des Münzwurfs die Seite auswählen, von der seine Mannschaft spielen wollte. Nun darf der Gewinner zwischen Seitenwahl und Anstoß wählen.

Sinnlos, aber auch nicht wirklich schädlich.

Zitat
Auswechslung: Um Zeitspiel zu verhindern, muss der ausgewechselte Spieler fortan das Feld an der nächstmöglichen Linie verlassen - das kann Torlinie oder Seitenauslinie sein. Das Abklatschen mit dem Einwechselspieler in Höhe der Mittellinie wird damit seltener.

Finde ich gut. Die beim Fußball teilweise sehr langen Unterbrechungszeiten werden reduziert.

Zitat
Mauer: Bei einem Freistoß in Tornähe dürfen sich die Spieler der ausführenden Mannschaft nicht mehr in die Mauer stellen. Sie müssen einen Meter Abstand halten. Vorausgesetzt: Die Mauer besteht aus drei oder mehr Abwehrspielern.

Geht etwas zu Lasten ausgefeilter Freistoßvarianten, allerdings zu Gunsten der Abwehrspieler, die bisher eigentlich nur verlieren konnten. (Erneuter Freistoß bzw. sogar Elfmeter zu befürchten beim Versuch, den drängelnden Stürmer aus der Mauer zu schieben.)

Zitat
Strafstoß: Der Torhüter muss beim Strafstoß künftig nur noch mit einem Fuß auf Höhe der Torlinie stehen, nicht mehr mit beiden Füßen.

Eine typische Regelanpassung an die schon längst praktizierte Realität. Kaum ein Hüter bleibt bekanntlich bis zur Ausführung auf der Linie. Die meisten versuchen den Winkel zu verkürzen, indem sie sich nach vorn bewegen. Mit dieser Anpassung legalisiert man dies quasi nachträglich.

Zitat
Abstoß/Freistoß: Bisher musste der Ball immer erst den Strafraum verlassen, ehe er von einem Mitspieler berührt werden durfte. Jetzt dürfen Mitspieler ihn auch im Strafraum annehmen. Der Ball ist im Spiel, sobald er mit dem Fuß gespielt wurde und sich eindeutig bewegt. Gegenspieler dürfen allerdings erst außerhalb des Strafraums an den Ball.

Eine der wichtigsten Änderungen im Regelwerk, seit Jahren überfällig. Bisher war es theoretisch möglich, auf Zeit zu spielen, indem der Verteidiger den Ball bei einem kurzen Abstoß bereits im Strafraum berührt. Dann war eine Wiederholung des Abstoßes fällig, kein Freistoß für den Gegner. Theoretisch wäre es möglich, dies über 90 Minuten sanktionsfrei (!) zu praktizieren. Dies fällt nun flach. Etwas unklar bleibt in dem Text, ob die Angreifer solange außerhalb des Strafraums bleiben müssen, bis der Ball diesen verlassen hat, oder ob es nur um die Ballberührung geht. Wird sicher im Regeltext präziser stehen.

Zitat
Freistoß: Freistöße dürfen auch dann schnell ausgeführt werden, wenn der Schiedsrichter noch eine Gelbe oder Rote Karte zeigen will. Die Verwarnung kann er bei der nächsten Spielunterbrechung nachholen, um somit eine mögliche Torchance nicht zu verhindern.

Sehe ich kritisch. Sicherlich gut gemeint, man will das Spiel schnell halten und die verteidigende Mannschaft, mit einer zu befürchtenden Doppelbestrafung von taktischen Fouls abhalten: Ein taktisches Foul bringt dank der zukünftigen schnellen Ausführung (und unmittelbaren Fortsetzung des Angriffs) keine Zeit mehr, sich zu sortieren bzw. den gegnerischen Angriff komplett zu unterbinden. Und die Verwarnung sieht der Übeltäter am Ende trotzdem.
Auch die komische Situation, dass sich der Schiri bei einem taktischen Foul bei der angreifenden Mannschaft (deren Angriff durch das taktische Foul unterbrochen wurde) fast schon dafür entschuldigen musste, die Gelbe Karte zu zeigen und damit das Spiel für mindestens eine Minute zu unterbrechen, gehört damit der Vergangenheit an.
Aber: Das für mich Schöne am Fußball, dass der Schiri eine Entscheidung trifft und das dann halt amtlich ist und beide Mannschaften damit leben müssen (im Guten wie im Schlechten) ist weiter aufgeweicht, wenn auch lange nach der Spielfortsetzung noch persönliche Strafen (Karten) verhängt werden können. Das nervt die Fans schon beim Videobeweis so hart und wird fortan nicht besser.

Zitat
Schiedsrichter: Der Schiedsrichter ist künftig nicht mehr «Luft». Bislang lief die Partie einfach weiter, wenn der Unparteiische vom Ball getroffen wurde. Fortan gilt: Wird er angeschossen und ändert damit die Spielrichtung bzw. den Ballbesitz oder geht der Ball dadurch sogar ins Tor, gibt es Schiedsrichter-Ball.

Kann man so machen.

Zitat
Schiedsrichter-Ball: Es erhält künftig das Team den Ball vom Schiedsrichter, das zuletzt in Ballbesitz war.

Realitätsanpassung, siehe Torhüter beim Strafstoß.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2019, 11:58 von Sündenbock »

Offline Hanseat

  • Leitbildguru
  • ****
  • Beiträge: 287
    • Profil anzeigen
Re: Neue Regeln im Fußball
« Antwort #8 am: 08. Juni 2019, 18:39 »
Grundsätzlich sind diese Regeländerungen schon nachvollziehbar und auch nicht so ganz revolutionär.
Die schnelle Ausführungen von Freistössen ohne Abwarten der persönliche Strafe (gelbe/rote Karte) ist nicht komplett durchdacht. Man stelle sich vor ein Spieler sollte eine rote Karte kriegen, der Gegner führt den Freistoss schnell aus und genau der Spieler verhindert dann ein Tor. Dann erhält er erst die rote Karte aus der vorherigen Situation. Das Geschrei möchte ich dann nicht hören. Alsö Da sollte man die Durchführung noch mal überdenken.

Offline Cortex

  • Leitbildguru
  • ****
  • Beiträge: 469
    • Profil anzeigen
Re: Neue Regeln im Fußball
« Antwort #9 am: 08. Juni 2019, 19:50 »
Die Situation gibt es bereits jetzt ähnlich. Nämlich dann, wenn sich trotz Rot-würdigem Vergehen ein so entscheidender Vorteil ergibt, dass der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen lässt. Das soll er natürlich nicht für einen "primitiven" Vorteil machen, sondern für z.B. direkt entstehende 1:1-Situationen (Stürmer vs. Torhüter). In dem Fall soll der Schiedsrichter meines Wissens nach dem Spieler, dem er Rot zeigen wird, mitteilen, dass er nicht mehr ins Spiel eingreifen soll (Zuwiderhandlungen würden wohl sicher zu einer längeren Sperre führen). Das gleiche würde meiner Einschätzung nach wohl hier Anwendung finden. Aber wie gesagt, das wird es nur für klarste Situationen geben, ansonsten kann der Schiedsrichter natürlich trotzdem unterbrechen und erst die rote Karte zeigen. Das wird dann auch in den allermeisten Fällen so sinnvoll sein.