@Tony Bombe
Ich weiß nicht ob Du hier liest, aber ich schreibe Dir mal eine Antwort auf Deinen Beitrag bei Euch im Forum weil Du für mich ein sachlicher dortiger User bist.
Es gibt einen gewaltigen Unterschied bei der Betrachtungsweise der Sachlagen.
Während im DDR-Regime erwachsene Spieler zwangsdelegiert worden sind, u.a. mit Androhung des Entzuges sämtlicher Spielrechte ( "Geh dahin, oder Deine Karriere ist offiziell beendet" ), war es 2003 durch die Insolvenz des VfB Leipzig so, dass die Jugendmannschaften vom VfB Leipzig, welche für die Misswirtschaft des Stammvereines ja im Prinzip nichts konnten, vor die Wahl gestellt worden sind, entweder zum FC Sachsen Leipzig zu wechseln, zu einem völlig anderen Verein zu wechseln, oder ihre Laufbahn bereits in jungen Jahren zu beenden. Und zwar vor die Wahl gestellt nicht von Bundeskanzler Gerhard Schröder, vom damaligen Bürgermeister Wolfgang Tiefensee oder vom bösen Leutzscher Auwaldgespenst.
Eher von ihren Eltern, ihren damaligen Trainern ( einige bekannte Beispiele ehemaliger VFB-Trainer wechselten nämlich völlig freiwillig mit nach Leutzsch ) oder sie stellten sich ganz alleine dieser Wahl.
Von Zwangsdelegierungen wie zu DDR-Zeiten konnte keine Rede sein. Man kann also getrost feststellen das viele Spieler mit dem Traum Fußballer zu werden, sich dem FC Sachsen Leipzig FREIWILLIG anschlossen, weil dieser die entsprechenden Spielklassen bot, sich weiter höherklassig zu messen. Die interessierte der Zwist zwischen blau-gelb und grün-weiß nämlich nicht die Bohne, die wollten Fußball auf einem bestimmten Niveau spielen und das gab es nunmal damals nur noch in Leutzsch.
Das die Stadt unter Sportbürgermeister Tschense das Ganze wohlwollend sah, hing mit dem damaligen Stadionneubau und der damit verbundenen Hoffnung zusammen, dass der jahrzehntelange Krieg zwischen Probstheida und Leutzsch nunmehr dauerhaft beendet ist. Dies dem FC Sachsen irgendwie zum Vorwurf machen zu wollen ist unsachlich und wird den Tatsachen nicht gerecht.
Wer das vor der Wende Gewesene und die Ereignisse von 2003 in einen Topf haut, und bedauerlicherweise fällt mir hier wieder der User @BRM negativ auf ( wieder inne Kneipe gewesen

? ) der früher im Nachwuchsfußball recht vernünftig argumentiert hat, der tut mir leid.

Nachtrag: Eure damaligen Lokikonen der Männermannschaft namens Benny Fraunholz und Nico Kanitz sind übrigens auch nicht unter Androhung von Schusswaffen nach Leutzsch gewechselt, sondern völlig freiwillig, auch wenn sie heute nicht mehr gerne darüber reden. Mache ich ihnen nicht mal zum Vorwurf.

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