Wie man das jetzt mit der sportlichen Situation in Zusammenhang bringen kann erschließt sich mir nicht. Und ehrlich gesagt, ist es mir persönlich lieber, dass es einen oder zwei Stände mehr gibt, mit ausreichend Personal dahinter. Und das funktioniert definitiv, außer natürlich direkt vor Anpfiff oder in der Pause. Aber das ist in keinem Stadion oder zu Veranstaltungen anders. Insgesamt passt das aus meiner Sicht. Verstehe auch nicht, was der Bierpreis 🍻 mit der Ligazugehörigkeit zu tun hat. Dort zahlt der caterer sicher mehr Pacht, dafür kauft er wegen der Menge billiger ein. Viel schlimmer wäre es, es wäre kein Personal da. Ich gebe den Jungs und Mädels hinter dem Zapfhahn auch weiterhin gern ein Trinkgeld.
Die Verkündung einer Preierhöhung ist vom Zeitpunkt einfach besser, wenn alles sportlich und im Verein top läuft und Siege freudetrunken gefeiert werden. Dann schluckt man eher so eine Kröte als in der jetzigen Situation, auch wenn sehr viel Hoffnung am Horizont zu sehen ist.
Auch die Ligazugehörigkeit spielt schon eine Rolle. Denn wenn man in der Championsleague 50€ Ticketpreise zahlt, kommt es auf ein Euro mehr beim Bier auch nicht so sehr an, aber in der Regio?
Da ja gerade der Superbowl war, glaube ich das dort auch andere Cateringpreise aufgerufen werden, als bei irgendeinem Collegespiel auf dem Land.
Grundätzlich muss ja festgestellt werden, daß die Caterer eine Monopolstellung in den Stadien haben. Also mit Marktwirtschaft, Konkurrenz usw. haben die ja nichts zu tun, wenn sie erstmal den Vertrag haben. Als Zuschauer bleibt dann nur übertrieben gesprochen "Friss oder Stirb" und das kann ja auch nicht die Optimallösung sein. Zumal ja in vielen Stadien die Mitführung von Getränken verboten ist. Ich hoffe, daß der Sommer nicht richtig heiss wird, denn bei 35°C auf dem Norddammzu stehen, werden wohl viele zu den Getränken greifen müssen, auch wenn es das persönliche Budget vielleicht nicht hergibt. Wenn dann die Qualität nicht stimmt, ist es ja noch schwieriger.
Das hier mit dem Mindestlohn argumentiert wird finde ich einfach lächerlich. Der Mindestlohn ist am 01.01.2026 um 1,08 € brutto die Arbeitsstunde gestiegen. Da kann ja leicht ausgerechnet werden, wieviel halbe Liter Cola in einer Stunde verkauft werden müssen, um die Steigerung beim Mindestlohn auszugleichen.
Wir kennen ja nicht die Verträge zwischen Verein und Caterer, aber es gibt da auch einige Möglichkeiten. Erstmal glaube ich, daß der Verein ein Mitspracherecht beim Angebot und den Preisen hat. Außerdem gibt es ja die Möglichkeit eine höhere Pacht zu verlangen oder es gibt eine niedrigere Pacht und dafür eine Unsatzbeteiligung für den Verein. Bei der zweiten Variante hätte auch der Verein ein Interesse eine Preispolitik bis an die Schmerzgrenze zu betreiben.
Letztlich ändern wir sowieso nichts daran und es wird mit den Füssen abgestimmt.