Autor Thema: Unsere Ehemaligen  (Gelesen 59544 mal)

Offline Peter

Antw:Unsere Ehemaligen
« Antwort #165 am: Gestern um 13:13 »
Diese grobe Beschreibung der Aufgaben würde mich aber schon sehr interessieren. Mir ist schon klar, dass das von mir zuvor genannte nicht ins Profil eines Trainers passt. Aber wenn er auf eine unbefristete Anstellung beim Verein klagt, kann das ja wohl kaum ausschließlich auf so eine so spezifische Tätigkeit wie „Cheftrainer der 1. Herrenmannschaft“ (ligaunabhängig) beziehen.

Hier könnte man doch als Verein kreativ werden - Jagatic wird als Assistenztrainer direkt AS unterstellt. Aufgabe während der Heimspiele: 90 Minuten lang den Vortänzer für die Einwechselspieler vor dem Norddamm geben…hätte da auch noch andere Ideen. Hauptsache er taucht an der Arbeitsstelle auf, an der er ja anscheinend so gern sein will.
Meine Vorschläge sind genauso absurd wie diese Klage. Ich hoffe nur die Formulierung des Arbeitsvertrags mit MJ war es nicht ebenso.

Offline Dantel

Antw:Unsere Ehemaligen
« Antwort #166 am: Gestern um 13:41 »
Das klappt vielleicht bei der Telekom oder so. Die machen ihre Mitarbeiter auf ähnliche Art mürbe, wenn sie sie loswerden wollen. In diesem, öffentlichkeitswirksamen Fall würde es ihn zum Opfer und uns zu Arschlöchern machen. Immer dran denken, da wird nicht nur auf ihn geschaut, sondern auch auf uns. Im Zweifel würde so ein Verhalten im Prozess auch Gegenstand, und nicht zu unseren Gunsten.
"Den Fortschritt verdanken wir den Machern. Nörgler sorgen nur für schlechte Stimmung und Frustration." Ich

Offline Meinereiner

Antw:Unsere Ehemaligen
« Antwort #167 am: Gestern um 13:57 »
Was soll bei einem Cheftrainer und sportlichem Leiter, anderes drin stehen als genau das?
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Offline M. Stelzer

Antw:Unsere Ehemaligen
« Antwort #168 am: Gestern um 16:03 »
So einiges.

Aber ich weis es in diesem Fall nicht. Würde ich es wissen, nun dann würde ich es hier nicht diskutieren.

Bei FC Sachsen haben wir einmal Jürgen Raab (Trainer von Mai 2001 - 15. Sept. 2003) in Hinrunde, sozusagen wegen Erfolglosigkeit freigestellt.
Und als es mit seinem Nachfolger, Herry Pleß,  nicht besser wurde, diesen ebenfalls.

Und vor die Frage gestellt nun auch noch einen 3. Trainer zu bezahlen,
kam dem neuen Vorstandsvorsitzenden Rolf Heller ein genialer Blitzgedanke und wir haben somit bis Saisonende Jürgen Raab wieder auf die Trainerbank (4. April 2004 bis 11. Mai 2004) gesetzt. Schließlich war dies ja seine Arbeitsaufgabe und der Vertrag war nicht aufgelöst. Er war sofort am Montag wieder auf Platz und leitete, als wäre er nie Monate weg gewesen, das Training.

Alles andere wäre ja auch von ihm Vertragsbruch seinerseit gewesen.
« Letzte Änderung: Gestern um 16:06 von M. Stelzer »

Offline T. aus FF

Antw:Unsere Ehemaligen
« Antwort #169 am: Gestern um 17:30 »
Da das Vertrauensverhältnis zwischen der BSG und Herrn J. dermaßen zerrüttet ist, dass eine Weiterbeschäftigung dem Arbeitgeber nicht zuzumuten ist, könnte es, falls Herr J. Recht bekommt, auf eine Auflösung des Arbeitsvertrages im gegenseitigen Einvernehmen (ggf. auch außrrgerichtlich) hinauslaufen. Das ginge dann wohl nur mit einer Abfindung. Bei der Höhe der Abfindung wären dann die durch die BSG ermöglichte Ausbildung zu berücksichtigen, sowie der Umstand, dass Herr J. offenbar über ein Jahr keinerlei Anstrengungen unternimmt, einen neuen Job zu finden, im Gegenteil sogar alles dafür tut, potentielle Arbeitgeber von seiner moralischen Nichteignung für diesen Job zu überzeugen. Das sollte die Höhe der Abfindung deutlich minimieren...

Aber auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand...
"Ein Volk das solche Boxer Fußballer Tennisspieler und Rennfahrer hat kann auf seine Uniwersitäten ruhig verzichten"
(Plakattext von Klaus Staeck)

Offline Stern1964

Antw:Unsere Ehemaligen
« Antwort #170 am: Heute um 08:28 »
Dieser Typ ist an Dreistigkeit und Charakterschwäche wirklich schwer zu überbieten. Irgendwie hatte ich schon seit der abgebrochenen Corona-Saison das Gefühl, dass er völlig abgedreht ist. Und wenn man sich anschaut, wer sich unter ihm nicht wohlgefühlt hat und sich offenbar unterdrückt gefühlt hat – Karau, Sobottka und zu guter Letzt Ziffert –, fragt man sich wirklich, wie dieser Mann überhaupt so viele Kompetenzen bekommen konnte.

Er hat sich selbst offenbar als eine Art erhabenen Trainer und Menschen gesehen. Dieses Selbstbild war einfach völlig abgehoben. Und es sind ja noch so, so viele Dinge intern passiert. Mit Brügge gab es da wohl auch noch so eine Geschichte …

Und ihr habt alle recht, wenn ihr schreibt: Wie kann man seine eigene Karriere nur dermaßen selbst zerstören?!

Also, das war’s doch mit ihm. Wo soll dieser Mann unter diesen Voraussetzungen in absehbarer Zeit überhaupt noch einmal ein Traineramt bekommen – außer vielleicht in Myanmar? Und das Ganze zieht sich inzwischen ja auch durch die komplette Presse.

Ich bin ehrlich gesagt nicht einmal geschockt über die Dinge, die jetzt ans Licht kommen, weil ich schon damals vieles mitbekommen habe. Was mich vielmehr schockiert, ist, dass sich die damalige Vereinsführung dermaßen an der Leine hat führen lassen und auf keinerlei Hinweise reagiert hat. Das ist für mich eigentlich der viel größere Skandal.

Was ich mir damals gewünscht habe, hat er letztlich selbst verwirklicht: dass er in absehbarer Zeit keinen Job mehr ab der Regionalliga bekommt. Vielleicht weiß er das mittlerweile sogar selbst. Ich glaube, er hat inzwischen auch schon etliche Absagen bekommen.

Wenn man sich das alles zusammennimmt, kann man eigentlich nur noch den Kopf schütteln. So viel Selbstüberschätzung, so viel verbrannte Erde und am Ende die eigene Karriere praktisch selbst gegen die Wand gefahren. Das muss man erst einmal schaffen.