Nochmal ein Gedanke zur Aufstiegsreform. Das gerade der Nordosten diese Aufstiegsreform vorantreibt, hat mittlerweile auch einen faden Beigeschmack. Da schaffen deren Meister es regelmäßig nicht sich gegen die Konkurrenz aus dem Norden und Süden durchzusetzen und jetzt will man es am grünen Tisch schaffen. Ich glaube, so wird es vielfach im Westen und Südwesten gesehen und so ganz unbegründet ist diese Sichtweise auch nicht.
Aber mal ein Blick auf den Frauenfussball. Auch dort gibt es eine eingleisige 2. Liga und darunter 5 Regionalligen. Dort war es bisher so, daß die Regiomeisterinnen aus der Südstaffel einen festen Aufstiegsplatz hatten und die anderen 4 Meisterinnen Aufstiegsspiele augetragen haben, die allerdings ausgelost wurden. Da ist der Zuschnitt der Regiostaffeln im Süden und Südwesten auch anders als bei den Herren. Die Regio Süd umfasst die Länder Hessen, Ba-Wü und Bayern und die Südweststaffel besteht nur aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Bei den Aufstiegsspielen stellen sich die Frauen aus dem Nordosten aber auch nicht so dämlich an, wie die männlichen Protagonisten. Vor 2 Jahren hat Union gegen die Vetreterinnen aus dem Norden gewonnen und dieses Jahr wird sich Hertha gegen die Vertreterinnen aus dem Südwesten durchsetzen.
Nun gibt es ab der Saison 2027/2028 eine zusätzliche 3.Liga, die aus 3 Staffeln besteht namentlich Nord, Mitte und Süd. So hat der DFB das Thema Meisterinnen müssen aufsteigen ganz elegant aus dem Weg geräumt, bevor es großartig aufgekommen ist. Ich halte die Regelung erstmal für ganz vernünftig. Nun muss man nur sehen, wie es dann mit Leben gefüllt wird.
Übersetzt auf den Herrenfussball wären 2 Staffeln der 3. Liga genau so vernünftig, aber da wird wohl kein Weg reinführen.