@hanseat
Ich bin mir nicht mehr sicher wie lange es her ist und wer die Aussage getätigt hat (könnte auch jemand hier im Forum gewesen sein) aber beim Thema Pacht stand meines Wissens noch im Raum, dass der AKS aktuell nicht in einem verpachtungswürdigem Zustand ist. Und dementsprechend so nicht verpachtet werden würde. Das hatte insb. mit den in die Jahre gekommenen Wasserleitungen (und Elektro - ich weiß es nicht) zu tun, klang aber eher nach einer bürokratischen Hürde als nach fehlendem Willen der Stadt. Kann sich alles geändert haben, kann auch ne Fehlinformation sein. Wurde aber beim Mitgliederabend nicht thematisiert. Vielleicht kann uns jemand hier erhellen.
Zu deinem Beitrag vorher: ja so sieht das wohl aus. Irgendwas muss man einen der Schritte gehen. Genossenschaft klingt auch in meinen Ohren wie eine passende Lösung - aber ist sie auch eine? Ich kann es nicht einschätzen. Man hat sich ja mit St. Pauli ausgetauscht...aber klar bei den Gewichtsklassen der Vereine ist das natürlich nur begrenzt fruchtbar.
Es wurde vom Vorstand vor längerer Zeit die Aussage getätigt, daß der AKS noch nicht in einem pachtfähigen Zustand sei. Damals war das Argument,so wie du es geschrieben hast, vor allem veraltete Wasser-und Abwasserleitungen.
Letztmalig habe ich auf dem Fanabend 2023 vom GF St.Bathelt etwas zu diesem Thema gehört. Da sagte er sinngemäß, daß ein Pachtvertrag angestrebt wird, sobald der Sportpark in einem pachtfähigen Zustand ist und keine bösen Überraschungen mehr auf dem Gelände erwartet werden. Das kann jetzt vieles bedeuten und so richtig erschließt sich mir nicht, wie und wann man das feststellen will. Die diversen Hauptleitungen wurden doch vor 2-3 Jahren vor dem AKS erneuert, da wurde ja kräftig gebuddelt einschl. Strassensperrung. Da ja danach auch das neue Funktionsgebäude errichtet wurde, könnte ich mir vorstellen, daß da schon vieles an den Leitungen saniert wurde.
Zur Aussage von St. Bathelt, daß ist eher ziemlich schwammig, was da noch zu tun wäre oder wo genau das Problem liegt. Ich habe ja im vorherigen Post von den Risiken gesprochen zwecks Bodenmaterial in den Dämmen. Das wäre natürlich eine Möglichkeit warum ein Pachtvertrag so vorsichtig angefasst wird. Aber ich weiß auch nicht, wie man da eine absolute Sicherheit für uns bekommen kann.
In jedem Fall sind wir es, die einen Pachtvertrag nicht angegangen sind. Die Stadt hat sich meines Wissens noch gar nicht dazu geäußert. Warum auch, erstmal liegt der Ball ja bei uns.
Dann ein paar Gedanken zu einer Genossenschaft. Die Genossenschaft macht dann Sinn, wenn wir ein bestimmtes großes Projekt langfristig, nachhaltig und unter Einbeziehung vieler Menschen finanzieren wollen. Die Genossenschaft braucht ähnlich wie ein Verein auch einen Vorstand und eine Satzung uvm. und sie wird auch geprüft. Im Gegensatz zu einem Verein wird in eine e.G. einmalig ein Betrag eingezahlt. Es gibt aber auch später die Möglichkeit noch zusätzliche Anteile zu erwerben. So ist z.B. der zu zahlende Betrag für einen Anteil bei St.Pauli 850 €, da sind dann auch Verwaltungskosten mit enthalten.Der organisatorische Aufwand ist da schon nicht ohne.
St.Bathelt hat ja bei St.Pauli von 22.000 Menschen und 30 Mill € gesprochen, daß ist für uns natürlich vollkommen utopisch. Aber nehmen wir mal an für uns würde auch ein Zehntel reichen. Dann wären es 2.200 Menschen und 3 Mill €, das hört sich schon realistischer an. Das wäre aus meiner Sicht vielleicht auch möglich, wobei ja nicht jeder Mensch nur einen Anteil kauft und auch Sponsoren o.a. Anteile erwerben könnten. Aber das im Vorfeld zu erkunden, ist schon etwas unsicher.
Für die Schallschutzmassnahme hat St.Bathelt ja von einer siebenstelligen Summe gesprochen und da rechne ich von 1-3 Mill €. Also wir müssten mit der e.G. schon auf 3-5 Mill € kommen, denn es gibt ja nicht nur die Schallschutzwand. Ob wir das schaffen könnten, weiß ich nicht. Aber es sind aus meiner Sicht so halbwegs realistische Zahlen.
Das gesamte Thema Ausgliederung der 1. Herren oder eine Stadion GmbH oder e.G muss dann auch noch weiter gedacht werden. Denn wenn die 1.Herren in eine Spielbetriebs GmbH ausgegliedert wird, muss diese GmbH für die Nutzung von Trainingsplätzen, Funktionsgebäude und Stadion Nutzungsgebühren an den Verein zahlen.
Wenn wir als Verein jetzt einen Pachtvertrag mit der Stadt haben und wir das Stadion an eine Stadion GmbH oder Stadion Genossenschaft ausgliedern, muss der Verein für die Nutzung des Stadions auch eine Nutzungsgebühr zahlen, denn die e.G oder GmbH muss ja auch Einnahmen haben um das Stadion zu bewirtschaften.
Das alles zieht schon einen Rattenschwanz hinter sich her.
Mir persönlich würde ein langfristiger Pachtvertrag schon sehr willkommen sein und wenn es dann möglich wäre, würde ich immer für eine Stadion Genossenschaft plädieren, sofern es finanziell Sinn macht. Ob man dann irgendwann die 1. Herren noch in eine Spielbetriebs GmbH ausgliedern muss, wird die Zeit zeigen. Aber wenn es Richtung Professionalisierung gehen soll, wird da wohl auch nichts anderes übrigbleiben.