@Hanseat: Wir haben grundsätzlich unterschiedliche Herangehensweisen. Das ist ja nicht neu. Bei mir sieht das im Grundsatz in etwa so aus:
1. Welche Aufgaben und Projekte stehen insgesamt im Verein an? Das Wachsen des Vereins muss ganzheitlich betrachtet werden.
2. Was können Vorstand und Verein überhaupt leisten, welche Kapazitäten sind vorhanden.
Dann müsstest Du 3. einsehen können, dass seit Jahren die Aufgaben und Projekte die Kapazitäten des Vorstandes und der aktiven Vereinsmitglieder übersteigen, die das noch immer zu größten Teilen in ihrer Freizeit machen. Ich würde mir wünschen, dass Du Dir davon mal vor Ort ein Bild machen würdest.
So, und dann setzt man eben 4. Prioritäten und bei aller Liebe, die Sterne stehen da (bei mir zumindest) nicht wirklich weit vorn, wenn man sich anschaut, was sonst noch so passieren musste und passiert ist seit dieser Zeit. Im Ergebnis dieser Vorgehensweise ist es vielleicht nicht "völlig in Ordnung", aber für mich NACHVOLLZIEHBAR, dass nichts nennenswertes geschehen ist.
Bei Dir wirkt das auf mich eher immer wieder wie: "Alles auf einmal und sofort. Und dann auch noch perfekt in Deinem Sinne." Das kann man als Außenstehender so einfordern, aber dann wird man mit der Zeit nicht mehr ernst genommen und besonders konstruktiv ist es auch nicht.
Ich liebe das Sommerloch. Formulier es ruhig deutlicher, wenn Du meinst, dass das nötig ist. Zuallererst: Das der Prüfauftrag ignoriert wurde, müsstest Du erstmal beweisen (lassen), bevor Du es bewertest. Sonst ist das nur eine Behauptung. Es wurde meines Wissens dem Vorstand auch kein Zeitrahmen vorgegeben, bis wann die Sternefrage zu "prüfen"(!) ist. Wenn dem keine Priorität zugemessen wird/werden kann, dann ist/war das Sache des Vorstandes. Möglicherweise wurde die Frage sogar geprüft. (Vorstandssitzung, juristische Bewertung, Gespräch). Muss ja nicht immer nach außen dringen. Ohje, Transparenz. (Hat ihre Grenzen, muss sie haben.
) Das im Ergebnis wieder an Christian zu verweisen war in der Tat kein smarter Move. Aber am Ende würde das heißen: "Prüfauftrag ausgeführt und an den Antragsteller zurück verwiesen." Anders sähe es aus, wenn es einen konkreten Handlungsauftrag, eine Beschlussauflage in dem Antrag gegeben hätte/hat. Dafür müsste man mal den Antrag einsehen. Mir fällt aber für den Moment ohnehin nur eine zufriedenstellende Handlung ein und das ist ein Rechtsgutachten, das sich gleich über mehrere Bereiche ziehen würde, nebenbei eine Menge Geld kosten würde und am Ende auch keine Rechtssicherheit darstellen würde, weil es zeitlich nur eine begrenzte Gültigkeit haben würde. Vom LfV Sachsen Leipzig rede ich da noch gar nicht.
Ich kenne auch nicht den Kontext, was Christian damals dazu bewogen hat, den Antrag zu stellen. Aber der von Dir zitierte Thread beschreibt doch schon recht gut, wo die Probleme liegen. So lange der FC Sachsen existiert, sind die Sterne bei ihm. Punkt. Die lassen sich dann auch nicht abkaufen. Das wäre ja absurd. Dann könnten wir Sterne auch bei anderen Vereinen einkaufen. Sollte der FC Sachsen irgendwann gelöscht werden oder irgendwie anders Bewegung reinkommen, wäre das eine neue Lage. Wir müssten dann versuchen, irgendwie Rechtsnachfolger des FC Sachsen werden oder mit ihm fusionieren. Mit allen Konsequenzen, die das nach sich ziehen würde. Und allen Unsicherheiten des Rechtsweges. Der IV darf uns da auch nicht entgegen kommen, denn der ist anderweitig verpflichtet. Darauf könnte man sich vorbereiten, zugestanden. Aber mehr geht nicht. Die Situation ist gewissermaßen eingefroren. Vielleicht hast Du ja eine Idee, wie man sie aufbrechen kann, dann immer her damit.
Ich bin irritiert. Dann müssest Du zu dem Zeitpunkt aktives(!) Vereinsmitglied gewesen sein, wenn ich mich nicht ganz täusche. Einfache Nachfrage: Ist das so?
PS.: Wenn die Sterne dem Konstrukt wichtig wären, dann hätten sie die Sterne schon. Und wir könnten gar nichts dagegen machen.
Das wir desöfteren unterschiedliche Ansichten haben, kann ich bestätigen. Aber was jetzt das Wachstum des Vereins betrifft, liegen wir überhaupt nicht auseinander. Denn auch mir ist ein ganzheitliches Vereinswachstum wichtig. Da haben wir in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und das ist sehr lobenswert. Beispiele sind Verbesserung der Infrastruktur, bessere Vereinsstrukturen einschl. Festangestellte, Steigerung beim Nachwuchs usw. Wir sind da schon auf einem richtig guten Weg. Ob jetzt die Kapazitäten einzelner nicht mehr ausreichen für verschiedene Projekt oder an der Leistungsgrenze gearbeitet wird, ist kaum einschätzbar. An welchen Parametern sollte das auch zu messen sein?
Ob ich "alles auf einmal und dann noch perfekt in meinem Sinne" will, daß ist mit Sicherheit nicht so. Sicherlich habe ich bestimmte Erwartungen und die sind teilweise auch ambitioniert, aber erstens sind die aus meiner Sicht durchaus realistisch und zweitens immer zum Wohle des Vereins und drittens haben viele Sachen halt auch eine Zeitschiene die zu beachten ist.
Was unsere Auffassungen aus meiner Sicht wirklich grundsätzlich unterscheiden ist der Umgang mit Kritik, Problemen oder irgendwelchen Unzulänglichkeiten. Da möchte ich eine transparente offene umfassende Kommunikation im Verein für alle Mitglieder und Fans. Bei dir dagegen habe ich immer das Gefühl, sobald Kritik kommt oder Probleme auftauchen, würdest du diese am liebsten intern behalten. Ich sage es jetzt mal etwas ketzerisch und es ist auch nicht böse gemeint. Du möchtest die liebe heile Leutzscher Welt nach aussen sehen und die Probleme sollten in der internen Leutzscher Blase bleiben.
Eigentlich versuche ich in meinen Beiträgen es so zu handhaben: Wenn mir etwas gefällt, schreibe ich es und wenn mir irgendetwas nicht gefällt schreibe ich es halt auch. Ich weiß, daß das einigen nicht gefällt, denn mit Kritik haben so einige ihre Probleme. Aber aus meiner Sicht ist sachliche Kritik durchaus hilfreich. Beispiel: Jahrelang habe ich die Kommunikation im Verein kritisiert und wurde hier von vielen ziemlich beschimpft. Heute haben wir eine Vereinskommunikation die wirklich gut ist (Newsletter, Pressegespräche u.v.m.) Das ist doch eine Entwicklung die vieles leichter macht und einen mitgliedergeführten Verein richtig gut steht und nein diese Entwicklung ist nicht auf meine Kritik zurückzuführen, aber meine Denke damals war zumindestens nicht ganz falsch.
Jetzt mal zum Vorgang "Antrag zur Prüfung zur Erlangung des Meistersterns". Es gab in besagter MV diesen Antrag und er wurde mit Mehrheit beschlossen und das vom höchsten Vereinsorgan.
Allein aus dieser Prozedur hatte der Vorstand die Pflicht diesen abzuarbeiten und spätestens zur nächsten MV ein Ergebnis oder auch ein Zwischenergebnis vorzulegen, am Besten in ihrem Rechenschaftsbericht. Wie weit diese Prüfung dann ging hätte der Vorstand ja dann kommunizieren können. Wenn der Vorstand damals meinte für die Prüfung keine Kapazitäten zu haben, hätte er bei der Diskussion des Antrags Gelegenheit gehabt, dies eindringlich anzusprechen. Das hat er aber nicht getan. Ein Rechtsgutachten war für diese Prüfung sicher auch nicht nötig, denn als erstes wäre ja abzuklopfen, welche Voraussetzungen notwendig sind und eventuell mit dem Anwalt, der die FC Sachsen Liquidation betreut, zu sprechen. Ob du das Thema nun priorisierst oder auch nicht, ist ja vollkommen irrelevant, genauso wie bei mir auch. Es ist der Mitgliederwille gewesen und der steht über fast allem. Ob man das Thema nach der ersten Prüfung weiter verfolgt hätte, ist ja eine andere Geschichte. Wenn es ziemlich unmöglich oder finanziell unwägbar geworden wäre, hätte man die Mitglieder ja nochmals dazu befragen können. Alles das wäre möglich gewesen, aber leider ist das nicht passiert.
Heute steht das Thema ja gar nicht zur Debatte, denn es bedarf ja einen neuen Antrag auf der MV, wenn es der Vorstand nicht von sich aus angeht.
Mir persönlich ist der Meisterstern nun auch keine Herzensangelegenheit, aber es wäre schon interessant zu wissen ob es die Möglichkeit gäbe. Wobei ich glaube, daß eine Übernahme/Fusion des FC Sachsen notwendig wäre. Spannend wäre es zu wissen, wenn der FC Sachsen aus dem Vereinsregister gelöscht wird, ob dann die Sterne für immer und ewig weg sind. Ich glaube es fast.
Zu meiner Mitgliedschaft. das geht zwar keinen etwas an, aber nun gut. Ich feiere nächstes Jahr im März meine 10-jährige Mitgliedschaft bei Chemie und ich war immer aktives Mitglied. Meinen Mitgliedsausweis werde ich hier trotzdem nicht veröffentlichen.
Auf eine weitere sachliche Diskussion.