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Nachrichten - Zerberus

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Nach diesem Spiel muss einem nicht Bange werden, wenngleich die Abwehr streckenweise schlicht nicht vorhanden war. Man ist es ja mittlerweile gewohnt, dass Chemie alle Jahre wieder ne Extrarunde an Vorbereitung brauch. Babelsberg über weite Strecken wirklich gut. Wenn die das so halten, spielen die oben mit.

Altglienicke, gerade mit dem Rückenwind des Sieges gegen Cottbus, wird jetzt natürlich ein ganz dicker Brocken.

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Dann kann der BFC ja schonmal einen Teil seiner Spenden in die Ablöse für den Trainer investieren.

Wieso? 2 Wochen, das liegt doch noch in der Probezeit :D

Wie auch zu lesen ist, wurde er von Lotte bereits vorgestellt, ohne, dass überhaupt ein Vertrag unterschrieben war.

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Von Rheinland Pfalz über nen Abstecher nach Nordrhein Westfahlen in die Hauptstadt.

In Koblenz war er recht erfolgreich. Zweimal Klassenerhalt in der Regio und Pokalsieg. In Lotte lief das dann wohl alles etwas eigenartig.

https://www.wn.de/sport/lokalsport/lengerich/paukenschlag-heiner-backhaus-nicht-mehr-trainer-in-lotte-2582698

Backhaus und der BFC, das ist für mich ne Wundertüte und für jegliche positive, wie auch negative Überraschung gut.

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Wen interessiert dieser Kackverein ,waren ,sind und bleiben Unsymphaten . Genau wie vor 35 Jahren ,diese verschissenen Staatsklubs ,da ist mir fast jeder andere lieber .

In Rückkopplung auf die geführte Diskussion zum Thema sowie der Relegation im Allgemeinen ist das durchaus erwähnenswert.
Ich weiß nicht, warum man da gleich so lospoltern muss.

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Der BFC trennt sich von Trainer Christian Benbennek.

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Der BFC hat wohl seine 900.000 Euro zusammen. Wie auch immer. Sportlich wirds wohl eher nicht reichen. Und wenn Zwickau nicht bis morgen die geforderten 400.000 Euro hinlegt, wird die Regionalliga Nordost noch voller, hochklassiger aber eben auch ein Haifischbecken. Die Bullerei schwitzt wahrscheinlich jetzt schon wenn sie auf die kommenden Spielpläne gucken wird.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass so eine vorab gesicherte Finanzierung nochmal ordentlich puscht, als wenn man da aufläuft und noch gar nicht weiß, wofür es gut ist.

https://www.berliner-kurier.de/fussball/bfc_dynamo/bfc-dynamo-ein-veilchen-fuer-die-weinroten-li.230715


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@Dantel:

Das es hier auf Grund der Besonderheit des Spiels und damit einhergehend deutlich mehr Publikum zu Wahrnehmungsverschiebungen kommen kann ist doch vollkommen klar. Deshalb schrieb ich abschließend auch von einer "Momentaufnahme". Schon allein deshalb war das auch nicht mein letzter Besuch dort. Ich werde das weiter verfolgen, mich interessiert sowas, das drumherum.
Trotzdem lässt sich auch unter diesen Rahmenbedingungen eine gewisse Tendenz erkennen. Es liegt mir dabei fern, das "alte" Klientel dort schön zu reden, geschweige denn zu rechtfertigen. Ein solcher Eindruck soll hier nicht entstehen.

Die Stasi-Vergangenheit blende ich keineswegs aus, nur sind meine Befindlichkeiten andere. Wie @Halbschuh ganz richtig schreibt, haben Prägungen aus Kinder- & Jugendtagen für die individuelle Wahrnehmung eine volkommen andere- & ganz entscheidenden Bedeutung. Gleichwohl bin auch ich der Meinung, dass es hier nichts zu vergessen gibt und stets der kritische Diskurs zu suchen ist.

Ansonsten halte ich es wie u.a. @Esca. Ich gehe nicht nur zum Fußball, um mich dort hinzusetzen und das Spiel zu sehen, Fußball ist viel mehr. Das ganze Drumherum, die Befindlichkeiten untereinander usw. Fußball ist immer auch eine Spirale. Wir erfreuen uns an guter Stimmung, an Choreos, sinnvoll eingesetzter Pyro... das alles birgt Emotionen und Leidenschaft inne und wo Emotionen, doofe Gegner und schlechte Schiris sind, da belöffelt man sich auch mal und wenn's ganz kurios wird, gibt's ggf. auch mal was auf die Nase! Soweit muss es natürlich nicht kommen, ist aber die nicht unlogische Konsequenz einer Wirkungskette.

Und sind wir doch mal ehrlich, das war in den 80er und 90er Jahren bei weitem schlimmer. Was da für Schlachten geschlagen wurden, dagegen sind die paar Kanthölzer, die beim Derby geflogen sind, doch Kindergeburtstag. Gerade in Deutschland ist doch in der Hinsicht kaum noch was los. Da wird aus dem Dresdner Abstieg wieder ein riesen Ding gemacht, weil da ein paar Fackeln auf's Feld geflogen sind. Meine Güte, fahrt mal gen Osten, da habt ihr solche Verhältnisse beim Damen-Volleyball!

Ich schweife gerade vollkommen ab ...


Ich habe vor Vereinen wie dem FC Eilenburg den allergrößten Respekt und natürlich ist es bedauerlich, wenn die nun absteigen. Was dort für Arbeit geleistet wird ist herausragend und verdient den entsprechenden Erfolg. Trotzdem, als Gegner sind die sterbenslangweilig.
Das meinte ich mit meiner Frage im Bericht - "Was bin ich für ein Fußballfan?" (...oder Damen-Volleyball?)  :nad




Mit meiner Erinnerung deckt sich das nicht. Ich habe die BFC-Fans als Rechtsradikale in Erinnerung, denen ein entsprechender Ruf voraus eilte, wobei mein Vater meint, die Union Fans seien die schlimmsten gewesen.

Wie es in den 90ern war, da kann ich leider nichts zu sagen, aber heute?

Die nehmen sich beide nichts, um es mal stupide auf den Punkt zu bringen. Für Union Berlin herrscht aber seit vielen Jahren diese gewisse Grundsympathie des Underdogs. Der traditionsreiche Emporkömmling. Da fragt irgendwie auch keiner mehr, wer oder was sich dort rumtreibt.

Ich würde mal folgende These aufstellen. Du hast heute bei Union mindestens genau so viel politisch verirrte wie beim BFC, wenn nicht sogar deutlich mehr.

Nur 500 unter 2.000 ist ne ganz andere Wahrnehmung als 500 unter 20.000. Selbst 1.000 unter 20.000 würden bei weitem nicht so unter's Radar fallen wie das in den Größenverhältnissen beim BFC der Fall ist.

Davon abgesehen, dass du das "Drumherum" aus der 1. Liga heute längst nicht mehr so mitgeteilt-, geschweige denn zu sehen bekommst. Ich will mir gar nicht ausmalen, was da bei den Spielen gegen Hertha z.T. los ist. Gehört hat man davon nicht viel.


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Fußball Allgemein / Re: 3. Liga
« am: 30. Mai 2022, 14:55 »
Zwickau droht Zwangsabstieg, wenn sie nicht bis zum 01.06. eine Summe von 400.000 € auftreiben können.

https://www.mdr.de/sport/fussball_3l/fsv-zwickau-fehlt-viel-geld-fuer-lizenz100.html

Ich verstehe sowas nicht. Grundlagen, Inhalt und Voraussetzungen eines Lizensierungsverfahrens sollten doch bekannt sein oder nicht?

48h vor der Angst so eine Lücke, da haut doch was nicht hin  :017:

"Es gebe eine Investorengruppe, zu der sich sechs bestehende und neue Sponsoren des Klubs zusammengeschlossen haben, die einen Teil des Geldes aufbringen könnten. Allerdings knüpfen die Geldgeber ihre Zahlungen offenbar an Bedingungen"

Sechs Sponsoren für gerade mal einen Teil der 400.000€ und dann noch mit Bedingungen. Um Himmels Willen...

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Ich habe die Gunst der Relegation genutzt, um mir den BFC und vor allem auch die Entwicklung in dessen Umfeld mal persönlich anzuschauen.

Vorab, auch wenn ich es verstehen kann - mir gehen die Befindlichkeiten zum ehem. Stasi-Verein vollkommen ab. Dafür bin ich wahrscheinlich auch einfach zu jung.

Mich hat gegenwärtig mal interessiert, wie sich das Umfeld dort entwickelt hat. Dabei schaue ich mir sowas gerne persönlich an, als dem stupiden Hörensagen und medialer Berichterstattung zu folgen.

Zu allererst musste ich feststellen - für ortsunkundige ist Berlin ein um’s andere Mal eine Herausforderung. In Alt-Hohenschönhausen angekommen war ein Parkplatz in Stadionnähe aber schnell gefunden, insoweit war ich schon mal ganz zufrieden.

Zu den ersten Fankontakten im Umfeld des Stadions zählten viele, oftmals junge Väter mit Kindern, auch das ein oder andere Mal mit Migrationshintergrund. Da wurde eine gewisse, stereotype Erwartungshaltung positiv erschüttert. Die Nachwuchsabteilung beim BFC ist wohl auch nicht die schlechteste.

Am heimseitigen Stadionzugang, Konrad-Wolf- / Ecke Sandinostraße, befand sich am gegenüberliegenden Haus `n Späti mit Fensterverkauf und für mich zwei eiskalten Berliner Kindl. Positiv, wenn auch keine Geschmacksoffenbarung. Entspannt und neugierig betrachtete ich das Treiben um mich herum und es wurde schnell klar – hier ist einiges passiert. 

Neben genau dem Klientel, was man beim BFC auch erwartet, war das ein bunt gemischter Haufen. Kurze Haare, lange Haare, bunte Haare, gar keine Haare, …, Väter/ Fam. mit Kindern, viele ältere Pärchen, Jugendgruppen, die eher Richtung Studentenverbindung, als Kampfsportverein einzuordnen waren, viele Frauen jeglichen Alters… da war ich echt baff. Das sind z.T. einfache Stereotypen, das ist mir klar, jedoch war ich wirklich überrascht von der Vielfalt sowie der Masse an vermeintlichen „Normalos“ und wie die auch mit- & untereinander konnten. Klar, da waren am Samstag dreimal so viele wie sonst, aber das konnte man schon recht gut unterscheiden.

Ich habe da noch, wie wahrscheinlich so viele, den FC Berlin und jungen „neu-BFC“ in Kopf, wo auf kaum 500 Zuschauer gefühlte 450 Nazi-Hools kamen. Klar, die sind immer noch da, dabei aber deutlich gesetzter und in die Jahre gekommen. Als dann eine Kolonne röhrender, weinroter Biker auf den Stadionvorplatz einbog - das war schon ein Schauspiel und auch ein stückweit beeindruckend. Ich konnte mir da an der ein oder andern Stelle das Grinsen auch nicht verkneifen.

Wenn ich da im direkten Vergleich an das Pokalfinale in Chemnitz denke, war das in Berlin eine völlig andere Nummer. Politisch teilweise noch nah beieinander, das ist nicht von der Hand zu weisen, aber trotzdem irgendwie vollkommen anders und so gar nicht vergleichbar.

Da stellt sich mir die Frage, wie kommt das? Was macht ausgerechnet den allseits so verhassten BFC, abseits von der alten Dame und den Eisernen aus Köpenick, offenbar (wieder!) so attraktiv?

Ist es der Charme-, die Nostalgie des abgerockten, unterklassigen Fußballs? Der ehemals „große“ BFC, zwischenzeitlich als FC Berlin nahezu in der Versenkung verschwunden und nunmehr mit einem Bein in der 3. Liga?

Die Frage ist, was bin ich für ein Fußballfan? Was kommt in Berlin nach zweimal Belle Etage? Viktoria, mit einem Zuschauerschnitt von 1.981 in der abgelaufenen Drittligasaison, wobei die ohne Gästefans wahrscheinlich im dreistelligen Bereich oder nur knapp über tausend rumgurken würden. Da kann ich dreimal 1889 im Namen haben. Solche Vereine haben kein standing … und dann? Nebst der restlichen Berliner Sportplatzclubs passiert da nicht mehr viel … abgesehen von eben diesem verruchten und dennoch traditionsreichen BFC!

Ist das in der momentanen, Berliner Fußballlandschaft reizvoll? Nachdem ich nun taggleich auch wieder diese aufgeblasenen Bonbonveranstaltung eines Champions League – Finals gesehen habe sage ich ganz klar - ja, das hat durchaus seinen Reiz!

In dieses Umfeld passt dann das Ambiente des Sportforums wunderbar hinein. Eine echte Bruchbude, aber irgendwie auch geil. Ich mag sowas, das ist authentisch und passt zum Verein wie der berühmte Arsch auf den Eimer.

Die Hütte war in den freigegebenen Bereichen dann auch rammelvoll. 5.000? Naja, eher Richtung 6.000 und der Handel vor’m Stadion florierte. Allein ich wurde zweimal gefragt, ob ich noch Tickets hätte. Dabei war ich selber noch auf dem Weg zu einem solchen, inoffiziellen „Treffen“. Ich denke man hätte hier auch gut und gerne 7.000 Karten und mehr verkaufen können.

Die Stimmung im Block war ein Witz! Zu viel Grüppchenbildung und Kanon, da fehlte ganz klar die Organisation. Böses Blut dem Gegner gegenüber konnte ich überhaupt nicht feststellen. Ganz im Gegenteil, beim Thema „Scheiß DFB!“, im minutenlangen Wechselgesang mit den Oldenburgern wurde schnell deutlich gemacht, was von dieser unsäglichen Relegation zu halten ist.

Sportlich trat dann genau das ein, was ich erwartet habe. Der BFC im Fahrwasser der letzten 2, 3 Monate - schwach, ohne Ideen und Durchschlagskraft. Beck versemmelt Dinger, die hätte er in der Hinrunde im Schlaf gemacht. Da ist einfach der Wurm drin.
Oldenburg hingegen teilweise richtig stark, mit spielerischen Mitteln und der nötigen Effizienz.

Ich hätte es beim BFC vielleicht wie K`lautern gehalten und vor der Relegation die Reißleine gezogen. Benbennek ist einfach ein ewig nörgelnder-, durch und durch unsympathischer Vogel. Ich glaube der ist auch innerhalb der Mannschaft längst nicht so beliebt, wie man das vermuten könnte. Wie der mit seiner ganzen Art und Weise Spieler motivierten will ist mir ein Rätsel und genau da hängt es m.E. nach auch. Wenn man nahezu 3 Monate auf der Stelle tritt bzw. sich am Ende berechtigterweise fragt, wie man es mit einem solchen Gegurke an die Spitze der Tabelle geschafft hat, sollte man sich im Verein Gedanken machen und das rechtzeitig.

Ich mag nicht so recht daran glauben, traue dem BFC aber durchaus zu, die Sache noch drehen zu können. Zumal man sich in Oldenburg schon verdammt sicher zu sein scheint. Der BFC hat hier nichts mehr zu verlieren und das ist aus meiner Sicht durchaus ein Vorteil.

Eine Bereicherung für die 3. Liga wären sie in jedem Fall, allein schon des Namens und der historischen wie auch gegenwärtigen Attitüde wegen. Die Paarung Dynamo Dresden – BFC Dynamo, da bekomme ich beim Gedanken schon Gänsehaut.


Mir hat der Ausflug nach Berlin durchaus Freude bereitet und interessante Eindrücke und Erkenntnisse beschert.

So angewidert ich in Chemnitz war, so überrascht war ich hier. Natürlich sind das alles Momentaufnahmen aus einem Besuch - sowohl hier, als auch in Chemnitz - das darf man dabei nie aus den Augen verlieren.




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Das Spiel wurde bereits am Freitag Vormittag als Ausverkauft vermeldet. Es waren auch keine Tageskassen geöffnet und vor Ort einige unterwegs, die noch nach Karten gesucht haben.

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1. Herrenmannschaft 2022/23 / Re: Kader 2022/23
« am: 26. Mai 2022, 08:29 »
Wie schon vermutet - Janik Mäder wurde, nun auch offiziell, eingetütet!

 :doppel

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Saison 2021/22 / Re: Landespokal
« am: 25. Mai 2022, 10:20 »
Tja, schade. Jetzt zeigen wir doch wieder mit dem Finger auf die anderen und arbeiten uns an denen ab. Und dabei fing die Diskussion so gut an. Ich hatte gehofft, wir schauen, wie wir enger zusammenrücken und eine bessere Planung und Kommunikation hinkriegen. Denn das ist, was wir ändern/verbessern können. Den Konflikt mit dem sogenannten Verband und dem CFC trägt ja, seiner Verantwortung gerecht werdend, der Verein aus. Und so soll es auch sein. Ich finde, die Diskussion sollte wieder eine andere Richtung nehmen. Sonst ist sie überflüssig.

Richtig!

Das gesellschaftlich/demografische Problem beim CFC und auch anderen Vereinen werden wir nicht ändern. Das bringt (hoffentlich) die Zeit. Auch der Einfluss des Vereins selber ist da aus meiner Sicht nur marginal. Dafür sind Struktur und Quantität des Problems viel zu verfestigt. Es ist immer leicht mit dem Finger auf den Verein zu zeigen, wobei gar nicht bekannt ist, was da im Hintergrund tatsächlich unternommen oder durchaus auch nicht unternommen wird.

"Der böse Verein lässt Nazis rein" - Lösung? Klamotten bestimmter Marken und strenge Scheitel im Stadion verbieten? Umsetzbarkeit fraglich bis unmöglich.

Das soll aber auch deren Problem sein, nicht unseres.






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Saison 2021/22 / Re: Landespokal
« am: 25. Mai 2022, 09:10 »

Interessanter Fakt übrigens. Der CFC wollte ursprünglich nochmal 700 Tickets rausrücken. Doch der SFV verweigerte dies und begründete es mit den Ortsderbykrawallen.

Hier stellt sich mir aber die Frage, wie der SFV das verweigern kann? Hieß es nicht noch bis vor kurzem, auch von Seiten des SFV, die Ticketvergabe sei alleinige Sache des Heimvereins?

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Saison 2021/22 / Re: Landespokal
« am: 25. Mai 2022, 08:36 »
Unabhängig davon, welche Kreise das hier noch ziehen wird - die Aufeinandertreffen der Saison 2022/23 dürften interessant werden.

Das Credo "Nie wieder Chemnitz" kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Soweit kommt's noch, dass ich mich Leuten beuge, die sich morgens nicht mal selber die Schuhe binden können.

 :doppel

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Saison 2021/22 / Re: Landespokal
« am: 24. Mai 2022, 11:27 »
Stimme vollkommen zu. Ich hatte das Mannschaftsbus+Spieler-Zitat lediglich deshalb eingefügt, weil ich davon bisher noch nichts gehört hatte und viele andere wohl auch nicht.

Auch stimme ich mit vielen der Ausführungen von @Zerberus überein, insbesondere mit seiner Forderung nach eigener Aufarbeitung.

Allerdings nicht in allen Punkten.

Stichwort Blocküberfüllung: Es ist nicht die Frage, ob etwas passiert ist, sondern: Waren die beiden Blöcke überfüllt? Waren die Fluchtwege begehbar? Was viele bisher gar nicht bedacht haben, ist beispielsweise der Umstand, daß es auf den senkrecht verlaufenden Fluchtwegen logischerweise keinerlei Wellenbrecher gibt ... Muß denn wirklich immer erst etwas Schreckliches passieren müssen, ehe eine Aufarbeitung, auch eine juristische, solcher Vorgänge vorgenommen wird?

Stichwort "Kontrollen": Natürlich wären Filmaufnahmen sehr hilfreich. Ich befürchte aber, daß wäre für den, der den Mut dazu gehabt hätte, alles andere als gut ausgegangen. Blieben Aufnahmen der Polizei. Ich gehe davon aus, daß es diese gibt!

In der LVZ dazu heute: Die Polizeidirektion Chemnitz bestätigt die Vorfälle: „Dies wurde durch Einsatzkräfte geprüft. Demnach waren zum Prüfungszeitpunkt keine Ordner in diesem Bereich eingesetzt. Seitens der Polizei wurde der Veranstalter informiert. Zudem unterbanden die Einsatzkräfte in der Folge, dass nichtautorisierte Personen Abweisungen vornahmen. In diesem Zusammenhang wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung eröffnet“.

Jedenfalls, davon bin ich überzeugt, ist dieses "Thema" nicht "durch", wie @Zerberus schreibt.

Stichwort "Säuberungsaktionen" u.a.. Ja, es ist mir vollkommen bewußt, das dies eine harte, eine sehr harte Bezeichnung ist. Und man kann mir bitte glauben, daß ich persönlich in diesen Dingen sehr zurückhaltend agiere, bestimmte Vergleiche gerade deshalb so gut wie nie ziehe, weil ich eine Verniedlichung vergangener Ereignisse zutiefst ablehne!

Aber der Bericht des Fußballanhängers aus Sachsen-Anhalt ist mir derart unter die Haut gegangen, daß ich zu dem gezogenen Bezug zu "dunkelster Geschichte" stehe, nicht zuletzt auch deshalb, weil er aus der Opferperspektive (s.u.) wortwörtlich bestätigt wird!

Zitat:
"Der junge Mann drohte uns totzuschlagen, weil wir in „IHREM“ Stadion nichts zu suchen hätten. Ich erklärte ihm den Hintergrund unserer Reise und hoffte auf Verständnis. Doch ganz im Gegenteil, mit Blick auf mein krankheitsbedingtes Zittern wurde mir gesagt, dass man solche „behinderten Dreckschweine früher direkt besser behandelt hätte“. Mit dieser Aussage im Ohr und Fäusten, die in unsere Richtung, auch in Richtung der Frauen, drohten, hatte man wirklich Bilder aus dem Geschichtsunterricht vor dem geistigen Auge. Wie hier auch gegen Frauen vorgegangen wurde, diese direkt und ohne Umschweife körperlich angegriffen wurden, das zeigt ebenfalls, welche Aggressivität hier vorgelegen hat.

Sämtliche Ordner drehten sich weg. Die Polizei war in diesem Bereich nicht präsent. Wir waren also hier in dramatischer Unterzahl einem gewaltbereiten Mob ausgesetzt. Aussagen wie die zu meiner Krankheit zeigten uns, welches Geistes Kind die Angreifer waren. [...] Begleitet haben uns auch die Drohungen, uns im Stadion „totzuschlagen“, wenn wir doch rein wollen."

Am Ende seines offenen Erfahrungsberichtes stellt ER(!) diese Fragen: "Sind es nicht Nazis, die im Stile längst vergangener Tage Eingreiftruppen bilden und sich ein eigenes Recht schaffen? Sind es nicht Nazis, die andere aufgrund einer Krankheit/Behinderung beschimpfen und ihnen quasi mit Handlungen aus den dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte drohen? Ich kann diese Frage nur mit einem klaren „Ja“ beantworten und würde mich freuen, wenn sie an der Stelle mir ebenso ehrlich zustimmen."
Quelle: https://www.chemischeselement.de/die-tuer-von-der-gellertstrasse/?fbclid=IwAR0S0YtMdxaBAWuYCGvHGDu4Su9PGoE0iL6aS8lVaDJoY6uCC2358_ybEzo

Hier von "Anmaßung" sprechen zu wollen, weil auf "dunkelste Zeiten deutscher Geschichte" verwiesen wird, halte ich für unangemessen.

Hierzu auch nochmals aus der heutigen LVZ: "Auch er [Frank Kühne,; d.V.] bestätigt die Aussagen, dass willkürlich von Chemnitzer Anhängern die Ausweise kontrolliert wurden und den Betroffenen massiv Gewalt angedroht wurde. „Das betraf ja auch ältere Leute, ganz normale Anhänger, aber auch Eltern von Spielern. Das habe ich in weit über 40 Jahren Fußball auf der ganzen Welt noch nie erlebt“, so Kühne. In der nächsten Chemie-Vorstandssitzung werde das Thema akribisch aufgearbeitet, Zeugenaussagen würden gesammelt."


"Muß denn wirklich immer erst etwas Schreckliches passieren müssen, ehe eine Aufarbeitung, auch eine juristische, solcher Vorgänge vorgenommen wird"

Es sollte nicht so sein, in der Endkonsequenz einer juristischen Beweisführung ist es aber oftmals so.

Deine Ausführungen zur Einlassthematik zeigen, dass vor Ort tatsächlich bereits gehandelt wurde - dann stehen natürlich auch entsprechende, juristische Türen offen. Es ist eben zwingend Voraussetzung, dass Vorfälle entsprechend aufgenommen, bezeugt und dokumentiert worden.

Den Bericht des Fußballanhängers aus Sachsen-Anhalt kannte ich nicht und er erschüttert mich. Insofern revidiere ich meine Einschätzung zu deiner Intention bzgl. der Aussage zur "dunkelsten Geschichte". Aus diesem Beweggrund heraus absolut nachvollziehbar!

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